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Zehn Sätze, vier Punkte: Hurricanes kämpfen sich zu zwei 3:2-Auswärtssiegen in Norddeutschland

Die USV Halle Hurricanes waren am 17. Januar 2026 in der 3. Liga Nord beim SV Warnemünde gefordert – und es wurde erneut ein echter Volleyball-Krimi. Schon das Hinspiel zwischen beiden Teams war über die volle Distanz gegangen und hatte gezeigt, wie eng es zwischen diesen Mannschaften zugeht. Entsprechend groß war die Motivation der Hurricanes, im Rückspiel nicht nur erneut zu überzeugen, sondern dieses Mal auch mit maximaler Punktausbeute nach Hause zu fahren. Dass es am Ende wieder spannend werden würde, zeichnete sich früh ab.

Die Hurricanes starteten in Satz eins mit Gina, Klara, Thyra, Anni, Yonta, Vigi und Libera Fabi. Der Durchgang verlief ausgeglichen mit langen Ballwechseln. Trotz eines 12:14-Rückstands blieben die Hurricanes stabil und entschieden Satz eins knapp mit 25:23.

Satz zwei begann erneut mit derselben Aufstellung, doch Warnemünde erwischte den besseren Start (0:5). Bei 0:5 kam Belinda ins Spiel, bei 0:6 folgte der Zuspielerwechsel auf Maxi. Halle kämpfte sich zurück, doch in der Crunchtime ging der Satz knapp mit 24:26 an Warnemünde – 1:1.

Der dritte Satz blieb umkämpft. Bei 9:9 brachten die Hurricanes mit einem Doppelwechsel frischen Wind ins Spiel, dennoch musste man den Satz mit 22:25 abgeben (1:2).

Im vierten Satz wollten die Hurricanes das Spiel unbedingt drehen. Es blieb bis zur Mitte eng, dann setzte Halle sich durch – vor allem mit starken Aktionen von Anni im Angriff – und erzwang den Tie-Break (2:2).

Im fünften Satz spielten die Hurricanes dann ihr Spiel konsequent durch: von Beginn an volle Kontrolle, deutliche Führung und keine Chance mehr für Warnemünde. Der Tie-Break ging klar mit 15:4 an Halle. MVP wurde unsere Kapitänin Anni.

Nach dem Auswärtssieg in Warnemünde ging es direkt weiter nach Hamburg, denn am Sonntag wartete bereits das Rückspiel gegen Grün-Weiß Eimsbüttel. Das Hinspiel hatten die Hurricanes mit 1:3 abgegeben – diesmal wollte man trotz müder Beine unbedingt Punkte mitnehmen.

Zur Starting Six gehört diesmal Maxi, Belinda, Thyra, Anni, Marie und Yonta. Der Auftakt verlief allerdings alles andere als nach Plan: Eimsbüttel präsentierte sich extrem souverän, verteidigte stark und setzte sich im Angriff vor allem mit harten Lösungen durch. Zusätzlich machten die Hamburgerinnen den Hurricanes mit einem variablen Aufschlagspiel – Wechsel zwischen Sprungaufschlag und Float – das Leben schwer. Halle lief über weite Strecken hinterher und fand kaum Zugriff. Trotz aller Versuche des Trainerteams um Lukas Kreißl, Emma Cyris und Eyke Mischke, den Satz zu drehen, ging Durchgang eins deutlich mit 15:25 verloren.

Im zweiten Satz war spürbar: Der Druck war ein Stück weit weg – Halle konnte freier spielen. Zwar lagen die Hurricanes zunächst zurück (Auszeit bei 9:12), doch anschließend entwickelte sich ein intensives Match auf Augenhöhe. Beim Stand von 15:15 musste Eimsbüttel selbst zur Auszeit greifen, weil Halle sich Punkt für Punkt herankämpfte. Für frischen Wind kamen Gina auf Zuspiel sowie Klara ins Spiel. In der Crunchtime blieb Halle mutig und konsequent – und holte sich Satz zwei mit 25:22. Ausgleich.

Mit neuem Selbstvertrauen ging es in Satz drei – und nun konnten die Hurricanes endlich auch spielerisch ein Ausrufezeichen setzen. Halle erspielte sich eine kleine Führung, blieb in der Annahme stabiler und setzte im Angriff immer wieder gute Lösungen durch. Zudem gelangen einige lange Rallys, in denen das Team geschlossen verteidigte und sich belohnte. Der verdiente Lohn: Satz drei ging mit 25:21 an Halle, die Hurricanes drehten das Spiel auf 2:1.

Im vierten Durchgang kam dann zunächst ein kleiner Bruch. Eimsbüttel startete druckvoll, setzte Halle wieder unter Zugzwang und ging in Führung. Zur Satzmitte reagierte das Trainerteam mit einem Doppelwechsel (Becci und Maxi), der neue Energie brachte. Auch Matilda bekam Einsatzzeit und konnte mit direkten Aufschlagpunkten wichtige Impulse setzen. Trotzdem blieb Eimsbüttel in den entscheidenden Momenten einen Tick stabiler – Satz vier ging knapp mit 21:25 verloren. Wieder Tie-Break.

Und dort zeigten die Hurricanes dann eindrucksvoll, wer dieses Wochenende den längeren Atem hatte. Besonders schön: Im fünften Satz stand diesmal auch Matilda, das „Küken“ der Hurricanes, von Beginn an auf der Mittelblockerposition auf dem Feld – ein klares Zeichen des Trainerteams, ihr in dieser Drucksituation Vertrauen zu schenken. Gina eröffnete den Entscheidungssatz direkt mit einer starken Aufschlagserie, Halle zog früh auf 6:0 davon und hatte sofort die Kontrolle über das Spiel. Im weiteren Verlauf blieb Halle konzentriert im Sideout, ließ sich auch durch gegnerische Wechsel nicht aus dem Konzept bringen und brachte den Tie-Break schließlich souverän über die Ziellinie und gewann deutlich mit 15:7. Zur MVP wurde erneut völlig verdient Anni gewählt. Mit ihren extrem variablen Angriffsziel auch aus schwierigen Situationen war sie der Punktegarant des Wochenendes.

Damit sichern sich die Hurricanes erneut einen starken 3:2-Auswärtssieg und gehen nach einem kräftezehrenden Wochenende mit insgesamt zehn gespielten Sätzen zwar komplett platt – aber absolut zufrieden – nach Hause.

Nach diesem kräftezehrenden Auswärtswochenende heißt es für die Hurricanes in der kommenden Woche erst einmal regenerieren und neue Energie sammeln. Dennoch bleibt der Fokus klar auf dem nächsten Highlight: Am 25. Januar steht das nächste Heimspiel gegen Rotation Prenzlauer Berg an – und dort wollen die Hurricanes wieder mit voller Power auftreten.

Ein riesiges Dankeschön geht zum Schluss an unser Trainerteam für die starke Betreuung und das Coaching an diesem intensiven Wochenende. Außerdem bedanken wir uns von Herzen bei allen, die uns unterstützt haben – besonders bei denjenigen, die sogar den langen Weg nach Hamburg auf sich genommen haben, um uns vor Ort zu pushen, dem Halfit für die Übernachtsmöglichkeit und dem KSB Merseburg für den Bus. Und natürlich auch Danke an alle Fans und Supporter, die uns über den Livestream begleitet und angefeuert haben. Eure Unterstützung macht den Unterschied!

Eure Hurricanes. 🌪️